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Wie in den Medien berichtet wurde, sind bei Kunden der Deutschen Bank am 2. und 3. Juni 2016 Doppelbuchungen aufgetreten. Komfortkasse Nutzer, die ihr Deutsche Bank Konto an Komfortkasse angebunden haben, waren davon ebenfalls betroffen.

Die Auswirkungen wurden inzwischen behoben, kein Komfortkasse Nutzer kam zu Schaden. Hier einige Hintergründe und Informationen.

 

"Wir sind ja einiges gewohnt von den Legacy-Banken, aber das hatten wir bisher auch noch nicht", so Manuel Machajdik, Geschäftsführer von Komfortkasse. Am Wochenende nach dem 3. Juni begannen auch bei Komfortkasse die Aufräumarbeiten nach dem Softwarefehler bei der Deutschen Bank.

Was war passiert?

Buchungen (z.B. Zahlungseingänge), die am 2. Juni durchgeführt wurden, wurden am 3. Juni einfach nochmals durchgeführt. Verwendungszweck, Valutadatum und Betrag waren identisch, lediglich das Buchungsdatum um einen Tag verschoben.

War das nur ein Anzeigefehler?

Nein. Die Buchungen wurden tatsächlich doppelt durchgeführt und der Saldo des Kontos hat sich entsprechend verändert.

Die Krisen-PR der Deutschen Bank bezeichnete das Problem gern als Fehler in der Anzeige der Buchungen. Doch wer z.B. Zugriff per HBCI auf ein solches Konto hat, stellt zweifelsfrei fest: die Buchungen sind passiert. (Ob diese auch buchhaltärisch durchgeführt wurden, ist natürlich eine andere Frage.)

Was sind die Auswirkungen für Komfortkasse-Nutzer?

Da jede dieser Buchungen zwei Mal am Konto vorhanden ist, registriert Komfortkasse auch zwei Mal einen Zahlungseingang. Die zugehörige Bestellung wäre also überzahlt. Besonders unangenehm bei Kunden, die bei Überzahlung automatisch eine Rückerstattung an den Absender auslösen.

Wie wurde das Problem behoben?

Die Deutsche Bank hat einfach nachträgliche Storno-Buchungen eingefügt: für jeden doppelten Zahlungseingang einen Zahlungsausgang, für jeden doppelten Zahlungsausgang einen Zahlungseingang.

Unangenehm dabei: diese "Storno-Zahlungsausgänge" werden natürlich nun ebenfalls wieder als Zahlungseingänge von Komfortkasse abgerufen.

Und bei Komfortkasse?

Wir haben nach Bekanntwerden des Problems die doppelten Zahlungseingänge manuell entfernt ("Keine Zuordnung"). Auch die Zahlungseingänge, die durch das Storno von Zahlungsausgängen erzeugt wurden, wurden entsprechend markiert.

Bei Nutzern, die automatische Rückerstattung bei Überzahlung verwenden, wurden durch die Doppelzahlungen automatisch Rückerstattungen erzeugt. Diese Rückerstattungen wurden storniert, bevor sie durchgeführt werden konnten. Es kam also kein Komfortkasse Nutzer zu Schaden.

Fazit

Schon bisher musste man Daten, die von Legacy-Banken über Schnittstellen wie HBCI übertragen werden, mit einem kritischen Auge betrachten. Oft genug werden Standards verletzt oder Buchungen nachträglich verändert, auch Doppelbuchungen sind da nichts neues. Das Komfortkasse System wurde entsprechend angepasst, um mit einer solchen Situation zukünfitg umgehen zu können.

Und was die Deutsche Bank angeht: John Cryans Strategie, die uralte und unübersichtliche IT zu modernisieren, scheint notwendiger denn je.

 

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